Haben die nervigen Tracking-Cookies nun ein Ende?

Jeder kennt sie. Die Tracking-Cookies. Die Zustimmungskästchen sind nervig und zwingen den Nutzer fast schon das Tracking zu akzeptieren. Jeder klickt einfach auf “Ok”, damit der Banner endlich weg geht und man endlich ungestört den Artikel der Webseite lesen kann. Doch wofür man zustimmt, das wissen viele nicht und steht auch nirgendwo auf dem Banner.

 

Beispiel: Cookie-Banner von Hundeshop.de
Beispiel: Cookie-Banner von Hundeshop.de

Was ist ein Tracking-Cookie? Und wofür stimmt man zu?

Ein sogenannter “Cookie” speichert die Daten eines Webseiten-Nutzers und gibt sie zum Beispiel an Facebook weiter. In diesem Fall kann Facebook Werbung schalten, die dann auf die jeweilige Person abgestimmt ist. Das kann manchmal wirklich nervig sein. Beispielsweise an Weihnachten, wenn man nach Geschenken für die Liebsten schaut und einem plötzlich überall diese Produkte vorgeschlagen werden. Oft werden Cookies von Online-Shops verwendet, jedoch kann man sie auch überall anders finden.

Wenn man einem Tracking-Cookie zustimmt, dann stimmt man auch dem aktiven sammeln der eigenen Daten zu. Im obigen Beispiel, kann man auch ohne Cookies fortfahren, jedoch hat man dann viel weniger Produkte zur Auswahl. Oft gibt es diese Auswahl gar nicht:Beispiel: Werbe-Banner von mediamarkt.de

Beispiel: Cookie-Banner von mediamarkt.de

Der Europäische Gerichtshof erklärt diese Zustimmungskästchen für unrechtsgültig

Im Urteil des EU-Gerichts heißt es, dass der Internet-Nutzer vor jedem Eingriff in seine Privatsphäre geschützt sein muss, egal ob es persönliche Daten betrifft oder nicht. Die Tracking-Cookie-Zustimmungskästchen seien bald nicht mehr gültig. Zumindest in dieser Form in der wir sie jetzt kennen. Die Kästchen sollen zumindest mehr Informationen über Cookies und deren Dauer enthalten.

Ist es also nicht das Ende des Tracking-Cookie-Banner?

Nein. Tracking bleibt weiterhin in all seinen Formen erlaubt. (Plug-In, Schnittstellen, Browser-Fingerprinting,..) Allerdings bekommt man selber mehr Kontrolle über seine Privatsphäre. Die Banner wird es weiterhin geben, jedoch werden sie viel informativer sein. 

Man könnte die Cookie-Banner vollständig verbieten, wenn man, den Datenschutz noch strenger machen würde. Die EU-Staaten debattieren bereits an der ePrivacy-Verordnung, welche 2018 schonmal geändert wurde.

Beispiel: Cookie-Banner von Leiner.at
Beispiel: Ausführlicher Cookie-Banner von Leiner.at

Was heißt das für Deutschland?

In Deutschland wird bereits an Änderungen für das Telemedien-Gesetz gearbeitet. Darin wird genauer festgelegt, wie deutsche Webseiten-Betreiber zukünftig mit Cookies umgehen sollen. Der Entwurf für das Gesetz soll bereits im Herbst vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht werden. 

Kann ich mich irgendwie vor dem Sammeln meiner Daten schützen?

Ja. Die meisten VPN-Anbieter schützen genau davor. Mithilfe eines VPN werden die eigenen Daten verschlüsselt und für Dritte unsichtbar gemacht. Somit ist man vor Tracking geschützt.

Ein VPN hat aber auch noch viel mehr Vorteile! Er blockiert nervige Werbeanzeigen und schützt auch vor Schadsoftware und Hackern. Auch Streaming auf ALLEN Webseiten ist problemlos möglich, egal wo man ist.  

Unsere Empfehlung:

surfshark logoSurfshark VPN – Ein neuer, moderner und vor allem sicherer VPN-Anbieter und auch für unbedarfte Anfänger geeignet! Er ist preiswert und hat zahlreiche nützliche Funktionen für die Privatsphäre.

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Manchmal ist ein VPN nicht ausreichend, um Cookies vom Tracking abzuhalten

Der Tipp zum Umgang mit Cookies ist daher:

  • Cookies direkt im Browser deaktivieren und ständig löschen – Inkognito Modus
  • Eventuell andere Suchmaschinen als Google verwenden, die auf Cookies verzichten

 

Quelle: netzpolitik.org


Erstellt am:10/07/2019

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