TIPP: Was Du über „Cookies“ wissen solltest!

Was Du über Cookies wissen solltest

Was Du über Cookies wissen solltest!

Was Sie über „Cookies“ wissen sollten! Gut ich rede dabei nicht von den kleinen süßen Versuchungen (Keksen/Süßigkeiten) sondern von den kleinen Daten die den Webseitenbetreibern helfen Sie Online besser kennenlernen und bei Ihren Aktivtitäten im Internet zu verfolgen.

„Cookies“ machen Dein Interneterlebnis „persönlicher“

Mit „Cookies“ werden nicht nur der letzte Besuch auf einer Webseite, sondern auch die angesehenen Artikel oder Produkte abgespeichert. Bei jedem Aufruf der Webseite stehen somit sofort die letzten Daten über Dein Verhalten zur Verfügung und Webseiten zeigen Dir deshalb sofort Dinge und Beiträge Dich dich interessieren könnten. Das ist komfortabel und sorgt auch für ein gutes Erlebnis bei der Nutzung der Seiten. Auf der anderen Seite fühlen sich aber viele Internetbenutzer auch durch diese Art der „Individualisierung“ ausspioniert oder überwacht. Vielen ist diese Art der Kundenbindung zu intim und verletzt deren Privatsphäre. Manche denken sogar, dass Cookies „schädlich“ wären. Das sind Sie in erster Linie aber nur wenn viel Zucker drinnen ist, und auch dann kommt es auf die Menge an :) Aber die Online-Cookies sind eigentlich keine Gefahr für das eigene Gerät. Aber lass uns betrachten, woher die anderen Zweifel kommen und was davon den Tatsachen entspricht.

VPN-Anbieter versprechen die Privatsphäre zu schützen, das stimmt auch.

Aber manche Dinge bei den täglichen Internetaktivitäten können die Privatsphäre beeinflussen, auch wenn man einen VPN-Service verwendet. Dazu gehören auch Cookies. Deshalb ist es wichtig, das man ein Basiswissen darüber hat und sich damit so weit man möchte und so wenig wie möglich darauf einlassen kann. Oder eben auch nicht.

In diesem Beitrag über Cookies berichte ich:

  • Eine Einführung darüber was Cookies sind
  • Dier verschiedenen Anwendungen von Cookies
  • Wie Cookies die Sicherheit oder Privatsphäre beeinflussen können
  • Wie man die Verwendung von Cookies kontrollieren kann.

Erklärung zu „Tracking-Cookies“

Browser Cookies, Tracking Cookies oder einfach nur Cookies, sind kleine Textdateien, welche während man eine Internetseite öffnet lokal auf dem eigenen Gerät abgelegt werden. Die Hauptnutzung von Cookies ist es Webseiten zu „personalisieren“ also individuelle Inhalte anzuzeigen. Dazu werden die Besucher eindeutig identifiziert, und die Idee dahinter ist, dass die Besucher es schätzen, wenn Sie direkt Inhalte und Produkte angezeigt bekommen, die den eigenen Interessen entsprechen. Hast Du jemals etwas in Google oder bei Amazon gesucht und plötzlich bemerkt, dass danach eingeblendete Onlinewebrung auf diesen oder auch anderen Webseiten versuchen einem direkt die zuvor gesuchten Dinge zu verkaufen? Das ist wegen Cookies. Einige Menschen finden das gut, andere nicht. Auf der einen Seite bekommt man Werbung eingeblendet, die auch zu den Interessen passt und manchmal auch einen speziellen Rabatt den niemand anders nun erhalten würde. Auf der anderen Seite gibt es natürlich ein komisches Gefühl, dass fremde Unternehmen über die eigenen Vorlieben so genau bescheid wissen können. Das muss aber jeder auch selbst entscheiden, ob er dies nun gut oder schlecht findet.

So fragst Du Dich vielleicht, woher Cookies kommen? Das ist ganz einfach.

Wenn man eine Seite zum ersten Mal besucht, normalerweise eigentlich jede Webseite die es so im Internet gibt. Wir vom Browser eine kleine Textdatei erzeugt, in der gespeichert wird wann man die Seite aufgerufen hat. Wenn man nun ein anderes Mal erneut auf diese Seite gelangt, dann sendet der eigene Browser diese kleine Textdatei direkt beim Abruf an die Webseite. Diese kann daher erkennen, das es der zweite Besuch ist und entsprechend deshalb auch darauf ausgelegte Inhalte z.Bsp. auf der Startseite oder bei Produkteinblendungen anzeigen.

Es gibt aber auch noch so genannte: „Third Party cookies“ also Cookies die von einer anderen Quelle als der angezeigten Webseite stammen, Mozilla beschreibt diese ganz gut:

„Third Party cookies sind cookies die von einer anderen Webseite erzeugt werden, als die, welche man gerade geöffnet hat. Als Beispiel: Die Webseite beispiel.com hat eine Facebook „like“ Knopf eingebaut. Diese Integration von Facebook erzeugt automatisch auch ein Cookie von facebook.com obwohl man eigentlich gar nicht auf diese Seite ist. Dies ist ein „Third Party cookie“!

Dies bedeutet im genannten Beispiel auch, dass Facebook dadurch erfährt, welche Seite man aufgerufen hat und auch was einem dort interessiert hat. Die Benutzer werden nicht darauf hingewiesen, dass man diese Daten nun Facebook zur Verfügung stellte!

Die „Third Party cookies“ zu blockieren bedeutet, das der Webbrowser daraufhin nur Cookies ablegen lässt, die von der Domain (URL) der besuchten Seite stammen. Zum Glück ist es sehr einfach diese Cookies in jedem Browser zu blockieren. Wenn man diese Cookies geblockt hat, dann werden oft auch Werbungen die von anderen Quellen auf den Webseiten eingeblendet werden nicht mehr personalisiert oder teilweise sogar nicht mehr angezeigt werden.

Hier ist eine Anleitung, wie man die Cookies von fremden Webseiten einfach in den Browsern blockieren kann:

Third Party Cookies blockieren

Third Party Cookies blockieren

Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten von Cookies

Authentifikation/Anmeldung

Wenn Du bei einer Webseite angemeldet bist, also im sicheren Bereich mit Benutzername und Kennwort, dann werden diese Informationen auch in einem Cookie abgelegt, bei einem wiederholten Besuch der Webseite muss man sich daher nicht erneut anmelden, sondern die Webseite geht davon aus, dass man indem der Besucher diese Informationen in seinem Cookie abgelegt hat, auch berechtigt ist in seinem Namen die Webseite zu besuchen. Dies ist komfortabel birgt aber auch ein gewisses Risiko. Daher werden die Identifikation und Anmeldedaten der Webseiten oftmals verschlüsselt im Cookie gespeichert.

Letzte besuchte Seite merken

Die Funktion, das die Webseite über den abgelegten Cookie erkennen kann, welche Seite man als letztes aufgerufen hat, hilft dabei zum Beispiel auch bei aufwendigeren Seiten schnell wieder zum letzten Punkt zurückzufinden. Dies selbe Funktionalität kennt man auch bei Netflix oder YouTube, wenn man nach dem vorzeitigen Beenden eines Videos wieder zum zuletzt gesehenen Punkt zurückkehren kann. Das ist eine sehr komfortable Möglichkeit die durch Cookies geschaffen wird.

Einstellungen speichern

Viele Webseiten lassen sich auch im Aussehen individualisieren. Dabei werden oft Einstellungen in Cookies gespeichert, die es ermöglichen, dass man bei jedem erneuten Besuch mit den zuvor getroffenen Einstellungen die Seite nutzt. Diese Cookies speichert aber auch Interessensgebiete oder andere Fakten, über Dich. Amazon legt in diesen Cookies nicht nur die zuletzt aufgerufenen Produkte und Kategorien ab, sondern auch wie häufig man diese besucht hat. Daraus lassen sich gute Vorhersagen für die Interessen sammeln und entsprechende Produkte durch die Verwendung dieser Cookies vorschlagen.

Kann man auf die Verwendung von Cookies verzichten?

Das geht heute eigentlich nicht mehr, die meisten Webseiten nutzen diese kleinen Textfiles um dem Benutzer das Leben einfacher zu machen, In vielen Fällen, zum Beispiel auf Shoppingseiten, werden die Waren die man in den Warenkorb legt ebenfalls in den eigenen Cookies abgelegt, daher würde man praktisch keine Bestellung mehr durchführen können, wenn man Cookies generell nicht erlauben würde.

Cookies aus dem Browser löschen

Cookies aus dem Browser löschen

Wie beeinflussen Cookies die eigene Sicherheit?

Einige Menschen glauben, dass Cookies auch schädlich sein können (Malware), das stimmt aber nicht. Es sind einfach nur reine „Textdateien“ die keine ausführenden Inhalte haben. Außerdem werden Cookies durch den eigenen Browser erst abgelegt und auch von diesem gelesen, also nicht wie man eventuell fälschlich annehmen könnte, das diese von der Webseite direkt auf den eigenen Computer gespeichert werden! Es ist völlig ungefährlich Cookie zu verwenden. Aber Cookies könne sehr wohl dazu verwendet werden um Personen ausspionieren, weshalb einige Sicherheitssoftware auch Cookies als Risiko für die Datensicherheit ansehen können. Es hängt immer davon ab, wie viele Daten in den Cookies abgelegt werden, und ob damit auch versucht werden kann Benutzer zu täuschen oder zu hacken.

Achtung bei Cookies OHNE Verschlüsselung

Es gibt aber eine Risiko bei der Verwendung und dem Senden von Cookies über unverschlüsselte Datenverbindungen. (Webseiten ohne https oder ohne VPN). Da in den Cookies die Informationen üblicherweise im Klartext abgelegt werden, werden diese damit ungeschützt und auch für Dritte abfangbar übertragen. Diese können Zugangsdaten aber auch andere persönliche Informationen enthalten. Speziell auf öffentlichen WLAN Hotspots aber auch zu Hause sind diese Informationen damit eventuell für andere zugänglich!

Verschlüsselte Verbindungen werden durch Proxy Server ungeschützt.

Auch wenn man einen Proxy verwendet, kann dieser selbst aus verschlüsselten Verbindungen entnehmen und damit unberechtigt anderen zur Verfügung stehen. Ich möchte deshalb erneut davor warnen, freie oder kostenlose Proxy-Dienste zu nutzen!

Können Cookies die eigene Privatsphäre gefährden?

Wenn Du Dir Sorgen machst über den Schutz Deiner Privatsphäre, dann empfehle ich Dir Deinen Browser im „Inkognito Modus zu nutzen) Dabei werden Third-Party Cookies üblicherweise automatisch geblockt und nach dem Beenden des Browsers alle vorhandenen und erstellten Cookies gelöscht. Das ist damit der beste Kompromiss um einerseits Cookies zu verwenden, da ohne viele Webseiten heute nicht mehr einwandfrei funktionieren und andererseits werden keine persönlichen Daten dauerhaft gespeichert. Das unterstützt den Schutz der eigenen Privatsphäre, da dadurch das Risiko, zu viele eigene Daten anderen zur Verfügung zu stellen drastisch verringert ist.

Was kann man gegen Tracking-Cookies unternehmen?

Diese Cookies werden wie ja schon beschrieben oft von außerhalb der Webseite abgelegt und sollen Unternehmen wie Google, Yahoo usw. mehr Informationen über die Gewohnheiten und Interessen der Benutzer geben. Im Falle von Google und Facebook sind diese „Tracking cookies“ auf Millionen Webseiten eingebaut und ermöglichen dabei Statistiken für die Webseitenbetreiber aber eben auch eine noch genauere Analyse der Nutzer und deren Vorlieben. Es macht daher unbedingt Sinn, diese Cookies nach aller Möglichkeit zu verhindern. Im Regelfall gibt es durch das Blockieren auch keine Nachteile für den Benutzer selbst. Ich empfehle dazu die kostenlose Browsererweiterungen von „Ghostery„, dieses Tool lässt Tracking Cookies aber auch Werbecookies individuell blockieren. Man kann also auf einzelnen Webseiten auch einzelne Cookies wieder erlauben. Aber im Großen und Ganzen kann man damit 99% aller Trackingcookies schon beim Aufruf der Webseiten blockieren und damit ein gutes Stück an Sicherheit und Privatsphäre zurückgewinnen.

Manchmal ist die Verwendung eines VPN-Services nicht ausreichend!

Mein TIPP zum Umgang mit Cookies ist daher:

  • Blockiere Cookies die nicht von der Webseite stammen generell (Third Party Cookies)
  • Nutze Deinen Browser stets im Inkognito Modus und lösche damit alle neuen Cookies die angelegt werden, nach jeder Verwendung.
  • Nutze eventuell anstatt von Google eine andere Suchmaschine die auf Cookies verzichtet wie DuckDuckGo
  • Verwende einen Trackingblocker wie „Ghostery“ um dich vor unerwünschten Codes auf Webseiten zu schützen!

 

 

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