Alte Facebook Passwörter werden 8 Jahre gespeichert!

Momentan läuft in Wien gerade der Datenschutz-Prozess von Aktivist Max Schrems gegen Facebook. Im Zuge des Verfahrens sind auch Methoden von Facebook aufgekommen, die vielen Usern gar nicht bewusst sind. So versieht der Konzern deine Fotos mit Tags und kategorisiert sie automatisch. Außerdem werden alte Facebook Passwörter zumindest 8 Jahre lang gespeichert!Facebook Passwörter werden gespeichert

Du vergisst alte Facebook Passwörter? Facebook nicht!

Eigentlich ganz klar: Facebook merkt sich alte Facebook Passwörter. Denn wenn du versehentlich statt deines aktuellen Passworts ein altes einzugeben versuchst, meldet dir Facebook, dass es sich eben um ein altes handelt. Das kann der Dienst natürlich nur wissen, weil er die alten Passwörter aufbewahrt. Und zwar nicht gerade kurz, sondern mindestens acht Jahre oder darüber hinaus. Alte Passwörter sind dir egal? Ganz so ist es nicht. Denn du hast absolut keine Chance, diese zu löschen. Bei einem Leak könnten diese alten Passwörter zudem in falsche Hände gelangen. Denn wenn du nun ein altes Facebook Passwort bei einem anderen Account noch verwendest, könnten Cyberkriminelle dies ausnutzen.

Automatische Kategorisierung von Fotos

Neben dieser Sache mit den Facebook Passwörtern kategorisiert der Konzern auch jedes einzelne Foto, das du auf Facebook selbst, aber auch bei Instagram oder WhatsApp hochlädst. Diese Praxis ist zwar nicht neu, aber sie ist deswegen nicht unbedingt datenfreundlich. Die von einer KI zugeteilte Kategorie wird für die Erstellung eines Alternativtexts genutzt, der zum Beispiel blinden Menschen von Bildschirmlesegeräten erzählt wird. Derartige Texte kannst du aber selbst ändern.

Daten werden weiterhin massiv gesammelt

Facebooks Geschäftsmodell beruht darauf, mit deinen Daten zu handeln und sie an Dritte zu Werbezwecken u. ä. zu verkaufen. Für diese Datensammelei und -weitergabe steht Facebook seit jeher immens unter Kritik. Auch andere Webseiten unterstützen Facebook dabei und leiten Userdaten an den Konzern weiter. Zwar kannst du mittlerweile anschauen, wer deine Daten an Facebook weitergibt und auch jegliche Verbindung zu deinem Profil löschen. Was schon mal besser klingt, ist für Konsumentenschützer wie Stiftung Warentest aber keine echte Verbesserung des Datenschutzes. Sie sieht die „Sammelwut des Unternehmens“ nicht eingedämmt. Allerdings „werden die Daten nicht mehr mit dem Facebook-Profil des Nutzers verknüpft, sondern nur noch in anonymisierter Form verwendet.“

Also eigentlich alles beim Alten: Facebook will an deine Daten – und der Konzern behält diese auch nicht für sich! Das sollte dir bei der Nutzung von Services wie Facebook, aber auch WhatsApp und Instagram, immer bewusst sein!


Erstellt am: 02/24/2020

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