Was ist das Darknet und was bringt es? So helfen VPN und TOR dabei, das Darknet sicher zu nutzen!

Vielfach wird das Darknet als „böse“ angesehen. Denn dort sollen illegale Machenschaften abgewickelt werden. Dabei handelt es sich aber um ein Vorurteil. Denn das Darknet ist zwar ein in sich abgeschlossenes, ein „verstecktes Netzwerk“, das nicht jedem beliebigen User offen steht. Aber das trifft auch auf diverse andere Netzwerke zu. Wenn man es sich überlegt, ist bereits das Intranet einer Firma ein „Darknet“. Hier hat nur ein ausgewählter Personenkreis Zugriff und kann sich Informationen holen. Derartige in sich gesicherte und versteckte „Darknets“ gibt es überall auf der Welt, bei verschiedensten Unternehmen, Organisationen und sogar Politikern.

Darknet: versteckte Webseiten nur für bestimmte Personen

Unter Darknet versteht man eine Reihe von Webseiten, die in der Suchmaschine nicht zu finden und nur bestimmten Personen zugänglich sind bzw. von bestimmten Nutzern erreicht werden können. Um in das Darknet, das versteckte Netzwerk zu gelangen, werden z. B. entweder Zugangsdaten verlangt oder aber der User muss sich über eine VPN-Verbindung mit dem Netzwerk connecten. Aber prinzipiell reicht eine normale Internetverbindung aus, um ins Darknet zu gelangen.

Was ist das Darknet? Was bringt es dir?

Das Darknet ist auch als TOR Netzwerk bekannt

Im Zusammenhang mit dem Darknet hast du sicherlich auch schon über das TOR-Netzwerk gehört. Es wird aufgrund seines vielschichtigen Aufbaus auch Onion-Netzwerk genannt („Zwiebel“). In diesem Netzwerk befinden sich Webseiten, zu denen du nur über TOR Zugang erhältst. Das ist allerdings kein Problem. Denn TOR kann jeder kostenlos verwenden, ohne Daten herausgeben zu müssen. Es handelt sich dabei um einen Anonymisierungsdienst, der dich vor Überwachung und Spionage schützt.

TOR zu nutzen ist überhaupt nicht schwierig!

Du musst dir ganz einfach nur den TOR-Browser auf dein Gerät installieren. Das ist für verschiedene Betriebssysteme möglich – Windows, MacOS, Android … Sobald du den Browser installiert hast, bist du auch schon bereit für deine Tour ins verborgene Netz der „.onion“-Domains. Verbinde dich absolut sicher und anonym mit dem Netzwerk, den Rest übernimmt TOR für dich.

Mit TOR bis du anonym & sicher!

Falls du dich fragst, ob du .onion-Webseiten auch ohne TOR erreichst, dann lautet die Antwort schlichtweg Nein. Ausschließlich TOR-Nutzer können diese Seiten erreichen. Damit sind wir auch wieder beim Thema der eingeschränkten Nutzergruppe. Vor diesen anderen Nutzern bleibst du aber verborgen, und sie vor dir. Denn jeder Teilnehmer des TOR-Netzwerks ist anonym und bleibt das auch. Überwachung oder Spionage sind nicht möglich. Die Nutzer können sich völlig ohne Bedenken bewegen und sind entsprechend auch viel freizügiger mit ihrem Content.

Kein Wunder, dass diese Vorteile natürlich auch für Betrüger und Kriminelle sehr interessant sind. ABER: Das ist eine Minderheit! So wie im normalen Leben gibt es eben auch im Darknet „böse Buben“ – und viel mehr ganz normale, gutmeinende User!

Aber wenn nicht das Verstecken von kriminellen Tätigkeiten – was schätzen User an TOR? Ganz einfach: TOR-Nutzer legen besonderen Wert auf ein freies Internet OHNE Grenzen und OHNE Überwachung. Dafür mit richtig viel Privatsphäre. Richtig gute (im wahrsten Sinne de Wortes) also, ohne irgendwelche Hintergedanken. Auch du und ich schätzen es schließlich, anonym zu bleiben und online nicht permanent getrackt zu werden. 150 Millionen Menschen auf der ganzen Welt zählt TOR zu seinem Netzwerk.

TOR zu verwenden ist absolut legal & empfehlenswert!

Und so ist es auch absolut legal, TOR auszuprobieren. Lass dich nicht von etwaigen Medienberichten in die Irre führen, die TOR und andere Anonymisierungsdienste in ein schlechtes, anrüchiges – ja sogar illegales – Licht rücken. Jeder kann und darf TOR nutzen! Du musst, wenn du das nicht möchtest, nicht einmal deine Daten eingeben. TOR läuft wie ein ganz normaler anderer Service, ein Forum etc. Damit du dich bei Interesse ein wenig näher mit dem Thema beschäftigen kannst, empfehlen wir dir die weiterführenden Infos auf dem offiziellen “TOR-Project” und diesen Testbericht TOR.

Jeder Internet User hat ein Recht auf den Schutz seiner Privatsphäre & Datensicherheit. TOR und VPN-Dienste helfen dabei!

Nicht nur Privatpersonen schätzen die Vorteile von TOR und VPN. Regierungen und auch Millionen von Unternehmen nutzen diese Tools, um sich eigene, sichere Netzwerke zu schaffen und nur darin zu kommunizieren. Ohne Überwachung und Spionage von außen. VPN ist der weltweite Standard für sichere Datenübertragung über das Internet – und keineswegs verboten oder anrüchig!

Überwachung durch Behörden und Geheimdienste? Gebiete ihnen Einhalt mit VPN-Diensten und TOR!

Sagt dir die Datenverkehrsanalyse etwas? Nein, dann pass auf: Denn dabei handelt es sich um eine Form der Überwachung, die Geheimdienste wie die NSA und andere Behörden bzw. Regierungen besonders gerne und oft einsetzen.

„Die Datenverkehrsanalyse“

Bei dieser Form der Analyse werden Internet User gezielt überwacht. Beispielsweise werden deine Daten, oder aber auch dein Internet Traffic, ausgelesen und analysiert. Mit derartigen Infos lassen sich bereits sehr wahrheitsgetreue User-Profile erstellen. Immerhin verbringen wir unser halbes Leben im Internet, shoppen dort, hören Musik, spielen Games etc. Es ist also nicht nur wichtig, dass dein Name oder deine Adresse privat bleiben, sondern auch deine Aktivitäten im Internet. Denn die Rückschlüsse daraus können deine Privatsphäre massiv beeinträchtigen.

Beispiel gefällig? So können deine Internet Aktivitäten dich als Person & deine Privatsphäre schädigen!

Stell dir mal vor, ein Lehrer sucht im Internet nach Informationen zum Thema HIV und schreibt ein E-Mail an einen entsprechenden Facharzt. Wenn nun diese Aktivitäten überwacht und öffentlich gemacht würden: Was würde wohl mit dem Lehrer passieren? Seinen Job wäre er ziemlich sicher los. Vielleicht würde er auch keinen mehr finden. Und seine Umgebung würde ihn gar meiden. Aber es wäre ja schon schlimm genug, wenn er seiner Gemeinde Rede und Antwort über seine Internet Aktivitäten stehen müsste. Du siehst also: Diese Form der Überwachung könnte für deine Privatsphäre wirklich negative Folgen haben, mit denen du im Alltag richtig zu kämpfen hättest.

Staatliche Massenüberwachung ist ein No-Go – aus vielen guten Gründen:

Der Nutzen von Massenüberwachung ist mehr als fraglich!

  • Vielfach argumentieren Regierungen, dass Massenüberwachung wichtig für den Kampf gegen Terror ist. Hierfür gibt es aber keinerlei Beweise, dass Überwachung in den letzten Jahren jemals Terrortaten verhindert hätte.
  • Kriminelle sind auch nicht auch von gestern. Natürlich entziehen sie sich staatlicher Massenüberwachung möglichst und verwenden andere Kommunikationsmittel als überwachte Kanäle. De facto sind also nur Menschen wie du und ich, die eigentlich nichts zu verbergen haben, Opfer einer Massenüberwachung.

Überwachung Unschuldiger? Demokratie sieht anders aus!

  • Eine staatliche Massenüberwachung unterstellt jedem einzelnen Bürger, Kriminelles im Schilde zu führen. Der Staat misstraut also seinen Bürgern und stellt sie unter Generalverdacht. Nicht unbedingt optimal, um ein harmonisches Vertrauensverhältnis herzustellen …
  • Demokratie heißt, dass die Bürger die Regierung überwachen. Und nicht umgekehrt. Dieses Prinzip wird durch die Massenüberwachung reversiert. Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun!

Massenüberwachung birgt Risiken & hat negative Folgen

  • Vertrauliche Kommunikation mit Ärzten, Anwälten etc. in einem Staat der Massenüberwachung? Eher nicht möglich – denn dabei würde ja die Schweigepflicht verletzt.
  • Massenüberwachung heißt auch, dass Daten gesammelt und gespeichert werden. Diese Daten können aber natürlich auch gestohlen werden. Je öfter sie kopiert werden, desto höher das Risiko eines Datenlecks!
  • Außerdem könnten die gesammelten Daten missbraucht werden. Das scheint zwar derzeit nicht in Frage zu kommen, aber wer weiß, was die Zukunft uns bringt?
  • Wie du beim obigen Beispiel gesehen hast, können Daten sehr viel über Menschen aussagen. Die per Massenüberwachung gesammelten Daten bilden da keine Ausnahmen – welche Rückschlüsse können also auf alle betroffenen Bürger gezogen werden? Wohin Massenüberwachung im Hinblick darauf führt, ist überhaupt nicht klar.
  • Massenüberwachung tut auch etwas mit uns selbst, mit den Betroffenen. Wenn du weißt, dass du überwacht wirst, reagierst und denkst du anders. Du zensierst dich selbst und alle anderen machen es ebenfalls so. Damit wird die ganze Gesellschaft zu einem Einheitsbrei der Konformität.

„Ich habe nichts zu verbergen“: Diese Aussage hat nichts mit dem Recht auf Privatsphäre zu tun!

  • Egal, ob du etwas zu verbergen hast, oder nicht. Privatsphäre steht dir ganz unabhängig davon IMMER zu!
    Außerdem: Wer nichts zu verbergen hat, muss auch nicht überwacht werden!
  • All jene, die meinen, Massenüberwachung sei doch kein Problem, wenn man sich nichts zuschulden hat kommen lassen, sollten sich fragen: Würde ich mir auch Überwachungskameras ins Schlafzimmer hängen? Oder habe ich doch etwas zu verbergen?
  • Wenn der Staat deine Daten speichert, Daten, die du legal erzeugt hast, enteignet er dich quasi! Denn du solltest bestimmen können, was damit passiert.

„Mehr Sicherheit & Terrorbekämpfung durch Massenüberwachung.“: 100 %-ige Sicherheit gibt es nicht!

  • Auch Massenüberwachung sorgt nicht für absolute Sicherheit. Damit sind alle Wege offen, immer noch mehr und mehr überwachen zu wollen, ohne jemals das Ziel völliger Sicherheit zu erreichen. Also ein absurdes Unterfangen und kein logisches Argument für Massenüberwachung!
  • Terror richtet sich auf das Untergraben der Demokratie. Ein wichtiges Merkmal einer Demokratie ist aber gerade die Privatsphäre der Bürger. Massenüberwachung richtet sich gegen die Privatsphäre – und unterstützt damit das Gedankengut des Terrors! Massenüberwachung als Argument für den Kampf gegen Terrorismus einzusetzen ist entsprechend falsch.
  • Das Verhindern von Terror-Anschlägen ist wichtig. Aber viel wichtiger ist der Kampf gegen die Wurzel des Übels, die Ursachen müssen angegangen werden, nicht nur die Symptome. Massenüberwachung liefert aber nur (wenn überhaupt) vermeintliche Munition gegen die Symptome.

Ziemlich viele starke Argumente gegen Massenüberwachung, oder? Deshalb:

Wenn du TOR verwendest, schützt du dich vor diesem Datensammeln, das die Privatsphäre jedes Menschen gefährden könnte!

ABER: TOR alleine schützt nicht komplett vor Überwachung! Deswegen solltest du TOR unbedingt nur gemeinsam mit einem VPN-Dienst nutzen!

Ist TOR aber ein alleiniges Allheilmittel? Nein! Das haben einige Enthüllungen der letzten Jahre leider gezeigt. Allen voran jene, dass die NSA einen Ex-Mitarbeiter von TOR eingestellt hat. Das Ziel dieser Aktion: die Identifikation von TOR Nutzer über ein technisches Problem. Denn ein Router kann immer auch die letzte IP-Adresse eines Users sehen. Das heißt, wenn du dich von deinem eigenen Gerät (mit deiner eigenen IP-Adresse) mit TOR verbindest und die NSA sich an den Gateways zu schaffen gemacht hat, kann sie auch deine echte IP-Adresse erkennen.

Ein klarer Fall für VPN: Einige Anbieter haben sich dieses NSA TOR Problem angeschaut und eine Lösung dafür entwickelt. Die sogenannten „VPN zu TOR“ Verbindungsmöglichkeiten umgehen den Trick bzw. die Manipulation von TOR Netzwerken durch die NSA. Hierfür verbindest du dich zuerst mit einem VPN-Server, der TOR tauglich ist, und erst dann steigst du ins TOR Netzwerk ein. Wenn die NSA dann versuchen würde, deine echte IP-Adresse herauszufinden, landet sie erst wieder bei der IP-Adresse deines VPN Servers. Eine Identifikation ist also nicht möglich! Du bleibst anonym und die Überwachung ist gescheitert.

Achtung: Nicht jeder VPN Dienst ist TOR tauglich! Suche dir wirklich ein VPN aus, das für eine Verbindung mit TOR geeignet ist – das sind beispielsweise:

  • NordVPN
  • Perfect Privacy
  • Zorro VPN

Ansonsten drohen dir im schlechtesten Fall noch viel mehr Sicherheitsprobleme als „nur“ die Identifikation durch die NSA.

Gemeinsam nutzen heißt, dass du TOR und VPN „kaskadiert“ nutzen musst, um deine Privatsphäre zu sichern. Eine parallele Nutzung hat aber keinen Sinn!

VPN & TOR Verbindung Unterschiede

Zusammenfassung
Was ist das Darknet und was bringt es? So helfen VPN und TOR dabei, das Darknet sicher zu nutzen!
Titel
Was ist das Darknet und was bringt es? So helfen VPN und TOR dabei, das Darknet sicher zu nutzen!
Beschreibung
Was ist das Darknet? Ist es wirklich illegal? Keineswegs! Jeder darf ins Darknet bzw. TOR Netzwerk. Jeder, dem seine Privatsphäre liebe ist und der im Internet frei und anonym sein will. Die gemeinsame Nutzung von TOR und VPN ist ein wirksames Mittel gegen die staatliche Massenüberwachung und für ein Internet ohne Grenzen.
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