Wie verdienen kostenlose VPN ihr Geld?

Es klingt ja eigentlich super, was kostenlose VPN versprechen: Schutz und Sicherheit durch ein VPN – und keinen Cent dafür bezahlen. Aber kann dieses verheißungsvolle Angebot von Gratis VPNs tatsächlich stimmen? Denn so wie jedes andere Unternehmen muss auch ein VPN-Provider prinzipiell mal Geld verdienen. Wir verraten dir, welche Methode hinter vielen Gratis VPN steckt. Eines gleich vorweg: Du wirst nicht gerade begeistert sein …

Geschenk kostenlose VPN?
Sind kostenlose VPN tatsächlich ein Geschenk an den User?

Gratis oder kostenpflichtig? So entscheidest du richtig!

Ein VPN ist eine gute Sache: Das sogenannte „Virtuelle Private Netzwerk“ schützt deine Identität und deine Daten im Internet, indem es deine IP-Adresse verschleiert und von dir gesendete bzw. empfangene Daten verschlüsselt. Es gibt sehr gute kostenpflichtige Provider wie VyprVPN, NordVPN oder Surfshark – aber auch kostenlose VPN. Damit du deine Entscheidung zwischen einem Gratis VPN und einem Zahl-VPN objektiv treffen kannst, ist es wichtig, dass du über die Geschäftspraktiken kostenloser VPN Bescheid weißt (wobei es immer auch Ausnahmen von der Regel gibt).

Limitierungen & Restriktionen

Viele kostenlose VPN Lösungen sind tatsächlich „Freemium“-Software. Das bedeutet, dass du verglichen mit bezahlten VPNs sehr reduzierte Funktionen und Möglichkeiten damit hast. Meist hast du weniger Server zur Auswahl, eine geringere Bandbreite bzw. Geschwindigkeit und begrenzten Datentransfer. ProtonVPN bspw. bietet eine bzw. momentan am Markt fast beste kostenlose Version seines (sehr guten) Services, dieses ist aber eben auf wenige Server beschränkt und drosselt die Geschwindigkeit. Allerdings ist die Datenmenge nicht begrenzt!

Kostenlose VPN wissen, dass Geschwindigkeit, Server-Auswahl und Datentransfer die wesentlichen Anforderungen von Usern an VPN sind – deswegen limitieren sie auch genau diese Bereiche.

Aufzeichnung deiner Aktivitäten und Verkauf deiner Daten

Limitierungen sind die eine Sache, mit denen man sich eben arrangieren muss. ABER in Sachen Privatsphäre hört sich der Spaß auf. Denn was erwartet man von einem VPN? Richtig: Sicherheit und Anonymität. Viele kostenlose VPN verwenden aber Tracking-Technologien wie Cookies und verkaufen teilweise sogar die Online-Aktivitäten sowie persönliche Informationen wie E-Mailadressen etc. ihrer Kunden an Drittanbieter oder Werbetreibende. Wenn du eine Gratis VPN nutzt, lies immer ganz genau die Datenschutzerklärung, bevor du es installierst!

Vor Überwachung bist du mit einem Gratis VPN nicht sicher

Selbst, wenn der Provider des Gratis VPN beste Absichten hat, kann er Regierungsbehörden – national und international – meist nicht Stand halten und gibt bei Auskunftsanfragen eher Daten weiter. Ein kostenpflichtiger VPN hingegen kann die Gebühren dafür einsetzen, Daten wirklich zu sichern bzw. erst gar nicht aufzuzeichnen.

Verwendung deines Computers als Exit Node für zahlende User

Mit einem Standard-VPN erhältst du nach Verbindung mit dem VPN Server eine neue IP-Adresse, damit deine Online-Aktivitäten sowohl privat als auch sicher sind. Einige VPN-Provider nutzen aber die Computer der kostenlose VPN-User als Exit Nodes und routen Internet Traffic durch deine persönliche Verbindung! Als Resultat sieht dein ISP (und jeder andere Beobachter …) den Traffic von jemand anderem so, als wäre es dein eigener Traffic!

Was dabei das Problem ist? Ganz einfach: Nicht jeder verwendet ein VPN aus legalen Gründen. Wenn du nicht möchtest, dass dein Name und ISP-Account mit illegalen Online-Aktivitäten in Verbindung gebracht wird, solltest du von einem Gratis VPN lieber absehen.

Aufdringliche Werbung inklusive

Werbung spielt bei Gratis VPNs gleich eine doppelte Rolle: Natürlich ist das Hauptziel, dir ein Produkt oder Service zu zeigen, in der Hoffnung, dass du es kaufst. Werbung für Drittparteien zu präsentieren ist einer der Wege, wie kostenlose VPN Geld machen.

Kostenlose VPN sind aber auch bekannt dafür, Werbung so richtig aufdringlich und unumgehbar zu machen, damit User die Zahlversion des VPNs kaufen. Werbeanzeigen sind entsprechend oft nicht zu schließen bzw. müssen sie bis zum Ende angesehen werden, bevor das VPN geöffnet werden kann. Gut, das ist kein Weltuntergang. Aber wenn man überlegt, dass bspw. Surfshark VPN mit sämtlichen Features auf ca. 2 Dollar im Monat kommt, kann man solche Ärgernisse wirklich günstig umgehen.

Fazit  zum Thema kostenlose VPN

Wenn du ein VPN nur dazu nutzen möchtest, um ab und zu deine E-Mails zu checken oder in einem öffentlichen WLAN zu surfen und dir außerdem langsame Internetgeschwindigkeiten sowie die Weitergabe deiner Daten an Dritte egal sind, dann kannst du kostenlose VPN durchaus nutzen. Es gibt doch einige vertrauenswürdigere wie ProtonVPN. Unser Empfehlung lautet aber ganz klar: Investiere die paar Euro im Monat für einen sicheren, zuverlässigen und performancestarken kostenpflichtigen VPN-Service. Du (und deine Privatsphäre, deine Daten und auch dein Vergnügen) werden es dir danken!


Erstellt am:08/21/2020

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