Passwörter 2019 – Sicher UND leicht zu merken?

Es ist so eine Sache mit Passwörtern. Schwer zu knacken sollen sie sein. Aber merken sollte man sie sich doch auch können. Ziemlich schwierig … Wir haben ein Video gefunden, dass dir beim Passwortproblem weiterhilft. Einerseits wird super erklärt, wie Passwörter überhaupt funktionieren. Andererseits, wie du deine Passwörter top-safe gestaltest UND gut merken kannst.

Bild & Ton machen sich immer gut, am besten siehst du dir das Video gleich direkt an. Wir finden: top gemacht – und du? Für alle, die lieber lesen, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Ein Passwort – sehr viele Regeln

Wahrscheinlich hast auch du es schon öfter gehört: Passwörter sollen möglichst aus Großbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen bestehen. Außerdem natürlich nicht zu kurz sein, mindestens 8 Zeichen. Aber ja nicht zu lange Zeit dasselbe verwenden und für jeden Account ein anderes! Denn wenn dein Passwort geleakt wird und du es einfach überall verwendest, vervielfacht sich dein Risiko natürlich enorm …

Passwörter ähneln einem simplen ZahlenschPasswörter leicht merken?loss

Zugegebenermaßen: Passwörter sind schon echt kompliziert – wo man doch am liebsten überhaupt nicht darüber nachdenken würde. Warum das so ist? Das liegt an der Funktionsweise von Passwörtern: Denke mal an dein neues, teures Bike. Würdest du das einfach so ohne Schloss auf der Straße stehen lassen? Garantiert nicht. Wenn du dir aber jetzt ein gutes Zahlenschloss kaufst und erst wieder deinen Geburtstag als Kombination nimmst, ist das auch wieder nicht sehr klug. Das Gleiche gilt für Passwörter. Mit dem großen Unterschied, dass Geburtsdaten, Hundenamen etc. leicht online herauszufinden sind. Noch dazu erledigt diese Recherche einfach der Computer.

Bei einem Leak bist du besonders gefährdet!

Wenn der Hacker so dreist ist, direkt in deinem Account munter Passwörter zu probieren, hat er meistens Pech. Denn nach einigen Versuchen kommt es zur Sperre. Ganz anders sieht die Sache aber aus, wenn ein von dir genutzter Anbieter Opfer eines Datenlecks bzw. -klaus wird. Denn dann hat der Angreifer auch deine Daten. Jetzt muss er nur noch seinen Computer nach Passwörtern suchen lassen, um deinen Account zu knacken. Und im Gegensatz zu einem Menschen schafft ein Rechner das in ein paar Sekunden.

Ob du schon einmal Opfer eines Leaks geworden bist und Daten von dir im Netz herumschwirren kannst du bei have i been pwned ganz einfach prüfen.

Je länger das Passwort, desto länger dauert das Knacken

Je einfacher dein Passwort ist, desto schneller findet es der Computer heraus. Nutzt du aber ein gefinkelteres Passwort mit Sonderzeichen, Zahlen etc. wird es schon schwieriger. Dann muss ein sogenannter „Brute Force“-Angriff her. Hier kommt es wirklich auf die Länge des Passworts an. 10 Kleinbuchstaben können in ein paar Sekunden geknackt werden. Bei 11 Kleinbuchstaben ist der Computer bereits 20 Tage beschäftigt. Und wenn du 16 Kleinbuchstaben gewählt hast rackern sich unglaubliche 10 Rechner über 2.000 Jahre daran ab!

Top: lang & facettenreich

Bis jetzt haben wir nur über die Länge von Passwörtern gesprochen. Aber nicht nur je länger, desto besser. Wenn du nämlich jetzt auch noch Sonderzeichen, Zahlen und Großbuchstaben inkludierst braucht der Computer Millionen von Jahren. Also Pech gehabt.

Die Lösung: Passsätze machen dir das Leben leichter!

Aber ein Passwort aus 15 bunt zusammengewürfelten Zeichen, Zahlen etc. merken? Keine Chance! Es sei denn, du greifst auf einen Trick zurück: Überleg dir anstatt eines PassWORTES einen PassSATZ. Richtig gelesen – denn Sätze kannst du dir viel einfacher merken. Zum Beispiel: „Vierzieggeteiltdurch4=10“ oder „MiteinemPasssatzistdieSicherheit>alsmit1Passwort“ oder auch „Dies_ist_mein_Passwort_fuer_F@cebook“. Mit diesen Passätzen erfüllst du alle Vorgaben was die Länge und auch die Zeichenarten betrifft. Und ein solcher Satz lässt sich doch wirklich viel einfacher im Hirn „abspeichern“.

Was kann ein Passwortmanager für dich tun?

Passsätze sind sehr praktisch – das weiß übrigens auch Edward Snowden, wie er hier erklärt:

Aber sehr viele Passsätze auf einmal sind auch wieder nicht sooo leicht zu merken. Damit du den Überblick behältst, empfiehlt sich ein Passwortmanager wie beispielsweise der neue NordPass von NordVPN (hier geht’s zum NordPass Testbericht).

Wir wünschen dir viel Spaß beim Passsatz ausdenken, aber vor allem maximale Sicherheit!


Erstellt am:01/08/2020

Schreibe einen Kommentar