Windscribe VPN Testbericht: Gratis-Tarif – aber kein 100 %-iger Schutz

Hinterlasse eine Bewertung

Windscribe VPN

4.08
5.1

Geschwindigkeit

6.9/10

Privatsphäre

4.6/10

Funktionsumfang

3.9/10

Kundenservice

5.0/10

Preis

5.1/10

Vorteile

  • Kostenloser Tarif verfügbar

Negativ

  • Proxies zur Filterung - potenzielle Gefahr für deine Privatsphäre
  • Unterliegt kanadischen Gesetzen und damit der verpflichtenden Datensammlung & -herausgabe
  • Server sind gemietet - Achtung bei der Auswahl!
  • Viele Werbe-Mails beim Gratis-Tarif
  • Filesharing laut AGB nicht erlaubt

Windscribe VPN hat sich vor allem durch seinen kostenlosen Tarif bei den Usern einen Namen gemacht. Nach wie vor gibt es diesen – allerdings mit starken Einschränkungen und auch nicht mit vollem Schutz, da es sich um ein Browser-Plugin handelt. Wir haben uns den Anbieter im Windscribe VPN Test angeschaut und einige interessante Details herausgefunden.

Windscribe VPN behauptet von sicher, absolut sicher zu sein. Eine Behauptung, der wir auf den Grund gehen wollten. Denn absolute Sicherheit ist gar nicht so leicht zu erreichen. Und auch bei Windscribe sprechen einige Fakten dagegen, dass du als User überhaupt keinem Risiko ausgesetzt bist, was deine Privatsphäre und Datenschutz betrifft.

Kanadische Gesetze verpflichten zur Datensammlung!

Zuallererst mal: Windscribe VPN kommt aus Kanada. Anders wie beispielsweise in der Schweiz oder Honkong ist Kanada dazu verpflichtet, Daten zu sammeln und bei Behördenanfragen auch herauszugeben. Beispielsweise, wenn es um eine eventuelle Urheberrechtsverletzung geht. Es könnten Abmahnungen drohen! Kanada ist natürlich Bestandteil der amerikanischen Überwachungs-Manie!

Gibt Windscribe VPN Daten an Partner weiter?

Deine Identität ist nicht geschützt, weil deine echte IP-Adresse gespeichert wird. Du kannst also immer ausgeforscht werden. Darauf weist der Anbieter in seinen AGB auch hin. In einer älteren Version ist sogar die Rede von Datenweitergabe an andere Unternehmen. Mittlerweile gibt es diesen Passus zwar nicht mehr, aber nur weil es nicht erwähnt wird heißt nicht, dass es nicht passiert. Hinzu kommt, dass Kanada keinen Datenschutz für Ausländer hat. Einsprüche und ähnliches gegen die Verwendung deiner Daten sind nicht möglich.Filterung von INhalten über die VPN Server von Windscribe

Windscribe VPN verwendet Proxy Dienste – was potenziell riskant ist

Fakt Nummer 2: Windscribe nutzt Proxy Dienste. Das heißt, deine Daten werden über „Stellvertreter“ (Proxies) mit dem Internet ausgetauscht. Damit erhalten die Proxies aber die Macht, deine Daten einsehen und auch manipulieren zu können! Der Vorteil ist, dass unerwünschte Werbung mit den Proxies gefiltert werden kann, was natürlich praktisch ist. Unsere Empfehlung ist aber trotzdem ganz klar, sich nicht auf derartige Proxy-Server einzulassen. Oder zumindest bei sehr vertraulichen Daten vorsichtig zu sein.

Nur als Browser Plugin verfügbar

Fakt 3: Der kostenlose Tarif von Windscribe VPN ist im Browser nutzbar. Das heißt aber auch, dass nur dort direkt übertragene Daten geschützt sind. Von einem Komplettschutz bist du meilenweit entfernt, zumal der kostenlose Tarif über keine Sicherheitsvorkehrungen verfügt. Und auch der Zahltarif liefert nur Schutz vor deinem ISP sowie der Vorratsdatenspeicherung in deiner Heimat. Wenn du Wert auf deine Anonymität legst, bist du nicht umfassend gut aufgehoben.

Gemietete Server: Achtung bei der Wahl des VPN-Servers!

Worauf du Acht geben musst in dieser Hinsicht, ist die Wahl deines VPN-Servers. Windscribe VPN verwendet nämlich keine eigenen Server, sondern greift auf gemietete zurück. Und diese sind im Besitz des jeweiligen Hosters – im jeweiligen Land. Wenn du dich also mit einem Land verbindest, dass strenge Gesetze in Bezug auf Daten hat, wirst du garantiert überwacht und deine Daten gesammelt bzw. vom Hoster sogar an Behörden weitergereicht. Ob ein Server nur gemietet ist, kannst du selbst verifizieren: Wähle deinen Wunsch-Server auf, gehe auf https://ipinfo.io und schon siehst du, wer die IP-Adresse registriert hat. Nachdem aber nicht jeder User weiß, wo welche Gesetzgebung herrscht, bleibt das Risiko einer Beeinträchtigung der eigenen Privatsphäre so leider hoch. Ein „falscher“ Server ist schnell ausgesucht.

Windscribe VPN Standorte & Verschlüsselung

Server-Standorte sind auch bei Windscribe VPN über den ganzen Globus verteilt. Du kannst aus 45 Standorten wählen. Die Verschlüsselung läuft beim kostenpflichtigen Service über das gute OpenVPN, beim kostenlosen Tarif jedoch nicht. Datenverbindungen verlieren so bei Übertragungen an Sicherheit.

Geschwindigkeit

Neben den bereits erwähnten sowohl guten als auch schlechten Eigenschaften wirken sich Proxies auch auf die Geschwindigkeit aus: Bis 8 MB/s lief alles vorstellungsgemäß, darüber wurden wir bei unserem Windscribe VPN Test mit extremen Schwankungen konfrontiert. Denn der Proxy hat einfach nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um SSL-Inhalte schneller ent- und wieder zu verschlüsseln.

Filesharing bei Windscribe VPN laut AGB untersagt

Eine wesentliche Frage für viele VPN-Nutzer ist jene nach der Eignung für Streaming und Datentransfer. Zweiteres schließt Windscribe gleich einmal via Geschäftsbedingungen aus. Was aber nicht heißt, dass es nicht auf bestimmten Servern funktionieren könnte. Aufgrund der bereits erwähnten Probleme mit dem Datenschutz ist Torrent aber auch nicht empfehlenswert. Die Gefahr ist zu groß, das Risiko von Datenweitergaben bei Behördenanfragen einzugehen und gar Opfer von Abmahnungen zu werden.

Streaming nicht empfehlenswert, da deine echte IP-Adresse gespeichert wird.

Selbiges gilt auch fürs Streaming. Dieses ist zwar möglich, aber sowohl im kostenlosen als auch im Premium-Tarif keine gute Idee. Windscribe VPN gibt im Falle des Falles gesetzlich bedingt deine Daten weiter – und ja, es verfügt über deine Daten, nämlich deine echte IP-Adresse. Mit dieser findet man dich jedenfalls. Siehe hierzu auch den weiterführenden Artikel “Wie erkennt man ob ein VPN Logfiles speichert?”

Windscribe VPN Preise

Der kostenlose Tarif von Windscribe VPN erfüllt sicher nicht die Ansprüche von Privatsphäre affinen Usern. Das Service ist lediglich ein Plugin und nicht als P2P verfügbar. Der Datentransfer ist auf 10 GB im Monat beschränkt und du hast auch keinen Zugriff auf sämtliche Server – sondern nur auf:
  • Luxemburg
  • Kanada
  • Deutschland
  • Hong Kong
  • Frankreich
  • Vereinigtes Königreich
  • Niederlande
  • Vereinigte Staaten

Im Premium-Segment bietet Windscribe VPN 3 weitere Tarife an:

  • Monatsplan: $9.00 im Monat – 6 Geräte maximal, Funktionen wie „statische IP-Adressen“ sind als kostenpflichtige Add-ons verfügbar
  • Jahresplan: $4.08 monatlich (du sparst 55 %) – 6 Geräte maximal, Funktionen wie „statische IP-Adressen“ sind als kostenpflichtige Add-ons verfügbar
  • Individueller Plan: $1.00 monatlich für jeden verwendeten Server-SWindscribe VPN Zahlungsartentandort

Und noch etwas: Wenn du mit Kreditkarte zahlst, denk daran – Windscribe VPN ist in Kanada zuhause und gesetzlich zur Datenspeicherung verpflichtet. Das betrifft auch Kreditkartendaten.

Windscribe VPN Test Fazit

Wie unser Windscribe VPN Test zeigt, hat der Anbieter durchaus mit Nachteilen zu kämpfen. Wirklich rundum sicher und anonym bist du mit diesem Service jedenfalls nicht. Es könnten dich aufgrund der Datenprotokollierung, die sehr wohl ihn Kanada stattfindet, auch Abmahnungen erwischen. Warum das Service trotzdem so gehypt wird? Ganz einfach: Wir vermuten mal, dass sich die Werbetreibenden ob der 50 %-igen Provision die Hände reibt. Denn diese bietet Windscribe VPN bei allen Einnahmen.
Siehe Affiliatevereinbarung.

Wenn du sparen möchtest, aber dir um einiges mehr Funktionen und Sicherheit wünschst, empfehlen wir dir als Alternative Surfshark VPN!

 

Surfshark VPN als Alternative

Erstellt am:09/05/2019

Schreibe einen Kommentar