WebSecuritas VPN: Testbericht und meine Erfahrungen

Hinterlasse eine Bewertung

WebSecuritas VPN

7.99 Euro
4.1

Geschwindigkeit

6.1/10

Privatsphäre

5.0/10

Funktionsumfang

3.0/10

Kundenservice

4.4/10

Benutzerfreundlichkeit

2.0/10

Vorteile

  • 7 Tage Geld-Zurück-Garantie
  • Basierend auf Proxy-ähnlichen Services
  • Deutscher Anbieter

Negativ

  • Ziemlich teuer
  • Keine Transparenz über Anfragen durch Behörden
  • Leider nur PayPal + Kreditkartenzahlung möglich
  • Keine anonymen Zahlungsmöglichkeiten

Der VPN-Anbieter WebSecuritas ist eines der tatsächlich “deutschen Unternehmen” am Markt. Er bietet ultraschnelle Server in 23 Ländern. In Summe stehen den Benutzern 100+ VPN Server an 58 Standorten in 23 verschiedenen Ländern zur Verfügung. WebSecuritas bietet neben klassischen VPN-Verbindungen auch Software für viele Geräte: Laptop, Smartphone, Tablet oder Router.

 

Anonymität & Privatsphäre von WEBSECURITAS VPN

WEBSECURITAS VPN ergreift zwar verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, aber das kann die Nutzer vor den deutschen Behörden nicht retten. Nach deutschem Recht muss das Unternehmen mit den Behörden bei Datenanfragen kooperieren. Das ist auch der Grund, warum es nur wenige deutsche VPN-Betreiber gibt. Das Unternehmen will einerseits Anonymität garantieren. Andererseits will es aber auch in einem Land arbeiten, in dem die Privatsphäre der Bürger bei der geringsten Urheberrechtsverletzung eliminiert wird.

Keine Anonymität mit deutschem Recht!

Die deutschen Datenschutzgesetze gehören zu den strengsten der Welt. Außerdem verspricht der Anbieter, die Daten (Logfiles) zu speichern, aber er tut dies auf jeden Fall, wenn es zu Regierungsanfragen kommt. (Die Datenspeicherung ist auch in Deutschland gesetzlich zulässig). Вie Frage der Anonymität wirft also weitere Fragen  auf, denn sogar kleinere Verstöße gegen das Urheberrecht erfordern die Abschaffung der Anonymität. Daher ist die Datensicherheit bei Websecuritas alarmierend und entspricht nicht unseren Erwartungen an ein VPN. 

 

Die Position der Firma WEBSECURITAS VPN verursacht einige Kontroversen:

Anonymität – aber sie registrieren und geben diese Daten bei Bedarf an die Behörden weiter

Datenschutz – abgesehen von der Abfrage von Daten

Keine Datenspeicherung – aber das ist ein geltendes Recht in Deutschland

Geschwindigkeit

Die WebSecuritas-Server sind wahrscheinlich teilweise virtuell. Ihren eigenen Angaben nach, verwenden sie ” Proxy-Dienste”, die darauf abzielen, Viren zu filtern und Tracking zu verhindern. Dies geschieht jedoch auf Kosten der maximalen Bandbreite. Entsprechend steigert sich die Ping-Zeit. In unseren Tests hatten wir auch zufriedenstellende Ergebnisse, aber mit maximal 25 Mbit/s – also der doppelten Pingzeit  als beim Topseller Perfect-Privacy (Pingtime-Leader).

Software

WebSecuritas bietet die gängigen Protokolle OpenVPN sowie L2TP/IPSec und ist einfach zu installieren. Allerdings nicht überall: Denn die Konzentration auf diese beiden Protokolle bedeutet auch, dass eine Installation nur auf jenen Geräten möglich ist, welche OpenVPN und L2TP/IPSec unterstützen. Router, Spielekonsolen etc. zählen leider nicht dazu, da sie PPTP Protokolle erfordern. 

Um die Installation der OpenSource-Lösungen auf den möglichen Geräten durchzuführen, unterstützt dich WebSecuritas mit durchwegs guten, deutschsprachigen Konfigurations-Anleitungen. Aber freu dich nicht zu früh: Ein wenig spielen musst du dich schon. Nur installieren, anmelden und fertig klappt nicht. Dafür kommst du aber in den Genuss von Extra-Sicherheit, denn OpenSource-Lösungen für VPN sind sehr gut getestet.

 

Preise

Unser Fazit zu WebSECURITAS VPN:

Es ist sehr schwierig, nach deutschem Recht einen angemessenen Datenschutz zu gewährleisten. Beim Testen des Dienstes haben wir uns noch einmal davon überzeugt. Was wir ebenfalls entdeckt haben, ist das Filtern von Datenübertragungen, was ebenso eine Gefahr für persönliche Daten darstellt. Darunter leiden zudem auch die Geschwindigkeit und Pingzeiten der Verbindungen. Wenn der Anbieter in einem anderen Land wäre, in dem die Gesetze nicht gegen die Anonymität der Nutzer arbeiten, würden wir diesen Service vielleicht sogar lieben!


Erstellt am:09/03/2019

Schreibe einen Kommentar