Totale Sicherheit mit iPhone & Co? Das war einmal!

Du dachtest, dein iPhone sei sicher? Dass niemand an deine Daten ran kann? Da müssen wir dich leider enttäuschen: Zumindest in der Welt der Geheimdienste und Spione gibt es mittlerweile wirkungsvolle Methoden, iPhones zu knacken. Dieser Tage wurde durch Forbes bekannt, dass der israelische Geheimdienstzulieferer Cellebrite sage und schreibe sämtliche iPhone-Modelle entsichern kann. Noch dazu ganz unabhängig vom jeweiligen Schutzmechanismus – sowohl PIN, Passwort, Fingerprint als auch andere kann Cellebrite laut-Forbes-Recherchen aushebeln.

iPhone ist nicht mehr sicher!
iPhone ist nicht mehr sicher!

ALLE Modelle & Softwareversionen betroffen

Konkret bedeutet das, dass sämtliche aktuelle iOS-Geräte – iPhone, iPad, iPad Mini und iPad Pro genauso wie die Softwareversionen iOS 5 bis iOS 11 nicht mehr sicher sind. Trotz der intensiven und nicht gerade günstigen Bemühungen von Apple sind sogar das neue iPhone X und das letzte iOS 11.2.6 davon betroffen. Aber nicht nur Apple hat den Schwarzen Peter – Cellebrite bietet seine Dienste auch für das Knacken der branchenweit als besonders sicher bewerteten Google Android-Devices an.

Angeblich bereits erste Einsätze in Kriminalfällen

Für uns Normalos hat dieses Kunststück der Spionage (noch?!) eher weniger Bedeutung. Cellebrite zählt aber natürlich verschiedenste Behörden wie Heimatschutz, Grenzschutz oder das FBI zu seinen Kunden. Mit dem „Cellebrite Advance Unlocking Services“ konnten tatsächlich schon Verdächtige bzw. deren Smartphone durchleuchtet werden. So geschehen angeblich im Dezember letzten Jahres bei einem des Waffenhandels verdächtigten Kriminellen. Sein iPhone X soll an Cellebrite geschickt und die Daten dort in Geheimlaboren extrahiert worden sein.

Einträgliches Geschäft für Kunden wie das FBI

Wie genau das Service funktioniert, verrät Cellebrite natürlich nicht. Kenner gehen aber davon aus, dass das Unternehmen bisher unbekannte Sicherheitslücken nutzt. Sinnvoller für die Sicherheit aller Smartphone-User wäre allerdings, wenn Cellebrite sein Wissen an die betroffenen Firmen für Verbesserungsmaßnahmen weitergeben würde. Aber Geschäft ist eben Geschäft – noch dazu kein ganz schlechtes: Laut Forbes soll Cellebrite dem US-Heimatschutzministerium letztes Jahr ein stattliches Sümmchen von 2 Millionen Doller gezahlt haben … Geld regiert eben die Welt.



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