Internetsperren: Kommen Pornofilter für Webseiten?

Grenzenloses Internet vs. Filter: Wir kennen es aus Ländern wie China, dass bestimmte Dienste und Webseiten für die Bürger einfach gesperrt werden. Solche Restriktionen halten mittlerweile aber auch bei uns Einzug. So will die deutsche Landesanstalt für Medien im Sinne des Jugendschutzes entsprechende Webseiten mit Pornofiltern versehen.

Restriktionen im Internet werden generell im mehr zum Thema. In einigen Ländern müssen Provider jetzt schon bestimmte Seiten filtern. Einen neuen Aspekt in der DiskussioPornofilter - Schutz oder Zensur?n um das „freie Internet“ nehmen nun sogenannte Pornofilter ein.

Was sind Pornofilter?

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hat die Pornofilter ins Gespräch gebracht. Konkret handelt es sich dabei um eine Altersprüfung vor Öffnen einer pornografischen Webseite. Momentan können Kinder und Jugendlich diese einfach so öffnen. Der Pornofilter soll dies im Sinne des Jugendschutzes verhindern. Momentan recherchieren die Verantwortlichen, ob derartige Seiten gegen den Staatsvertrag zum Jugendmedienschutz verstoßen.

Wie sollen Pornofilter funktionieren?

Derartige Pornofilter wurden bereits in anderen Länder fleißig diskutiert. Was erst mal gut klingt, ist in der Umsetzung aber schwierig. Vor allem in Hinblick auf den Datenschutz: Denn wie Großbritannien es beispielweise handhabt ist kritisch. Hier sollte der User nämlich vor Öffnen einer Webseite seine Ausweisdaten oder Kreditkarte eingeben. Diese Idee wurde aber schnell wieder verworfen, das Projekt ist momentan in Schwebe.

Welche Seiten bzw. Anbieter wären betroffen?

Die Anbieter um die es geht, sind laut Webranking von Alexa unter den 20 in Deutschland am meisten besuchten Seiten. Was die Sache erschwert ist, dass die meisten von ihnen aus dem Ausland stammen. Beispielsweise aus Zypern. Und gerade bei diesen ausländischen Seiten wird laut den Medienwächtern überhaupt nichts geprüft. Aber wie will man das mit Pornofiltern kontrollieren? Die Landesanstalt ist optimistisch und möchte da und dort ein „Exempel statuieren“. Jugendschutz ist auf jeden Fall eine gute Sache. Was aber natürlich immer einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt ist das bestehende Risiko, dass Pornofilter auch unter ganz anderen Gesichtspunkten eingesetzt werden könnten … Wie schnell könnten hier politische Gesinnungen, freie Meinungsäußerung u. ä. eine Rolle spielen?


Erstellt am:11/18/2019

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