NordLocker Testbericht: neues Verschlüsselungstool von NordVPN

NordLocker

kostenlos verfügbar
9.4

Geschwindigkeit

10.0/10

Privatsphäre

10.0/10

Funktionsumfang

8.0/10

Kundenservice

9.8/10

Benutzerfreundlichkeit

9.0/10

Vorteile

  • Übersichtlich & schnell
  • Mehrfache Top-Verschlüsselung
  • Einfach zu bedienen

Negativ

  • Keine Suchfunktion (momentan)
  • 5 GB Datenlimit bei der kostenlosen Version
NordVPN war wieder kreativ und hat ein neues Verschlüsselungstool für Windows und macOS auf den Markt gebracht. NordLocker funktioniert wie ein kleiner Tresor, der Daten lokal, aber auch in Clouds, verschlüsselt. Das Versprechen: So einfach, dass es jeder schafft. Wir haben uns das neue Tool in unserem NordLocker Test genauer angeschaut!

Die Idee von NordLocker ist jedenfalls gut: Das Verschlüsselungstool wurde prinzipiell dafür geschaffen, einerseits die Risiken von Clouds zu umgehen und andererseits Verschlüsselung massiv zu vereinfachen. Damit sollen die User mehr Sicherheit und Datenschutz erreichen. Ganz egal ob es Fotos, Videos oder gar geheime Firmendokumente sind – du kannst prinzipiell alles mit NordLocker verschlüsseln und vor den Augen und dem Zugriff unerwünschter Dritter schützen.

So funktioniert NordLocker

Für unseren NordLocker Test haben wir uns zuerst mal das Tool auf der eigenen NordLocker Webseite heruntergeladen. Hierfür brauchst du allerdings ein Nutzerkonto, das du erst mal anlegen musst. Wenn du bereits einen Account von NordVPN hast, dann kannst du aber praktischerweise diese Zugangsdaten verwenden. Der Download und die Installation von NordLocker klappen schnell und problemlos.

 

Und dann geht es auch schon los. Nach dem Öffnen zeigt der erste Blick, dass NordLocker sich nicht mit Chichi umgibt. Das Tool kommt recht schnörkellos und rudimentär daher. Nicht viel fürs Auge, aber wer braucht schon Optik, wenn die Funktion stimmt. Und die stimmt bei NordLocker: Im Mittelpunkt steht ja die Verschlüsselung und da hat NordVPN wirklich alle Stücke gespielt, um das Maximum herauszuholen!

Die Verschlüsselung der Dateien passiert mit AES-GCM, die Dateinamen selbst werden nochmals mit EME verschlüsselt. Für das Master-Passwort wird der innovative Algorithmus XSalsa20-Poly1305 MAC genutzt. Das heißt du bist doppelt geschützt (Zwei-Faktor-Schutz), nämlich mit dem Benutzerkonto und dem Master-Schlüssel.

Um Dateien zu verschlüsseln, musst du zuerst einen Daten-Tresor anlegen (Locker). Diesen kannst du benennen, wie du willst. Und er kann sowohl lokal auf deiner Festplatte angelegt werden, als auch z. B. in der Windows-Cloud One Drive.

NordLocker Locker anlegen
Wähle deinen Locker-Ort aus – lokal oder auch in einer Cloud.

Außerdem benötigst du für den Zugriff auf deinen Tresor und deine Dateien den bereits erwähnten Masterschlüssel.

NordLocker Masterpasswort eingeben
Ohne Master-Passwort hast du keinen Zugriff auf deine verschlüsselten Dateien!

Solltest du diesen vergessen, gibt es noch einen Recovery-Schlüssel. Wenn du den auch vergisst, hast du allerdings jeglichen Zugriff auf deine Daten verloren. Selbst NordVPN selbst hat keinen Zugang dazu! Also: Aufpassen!

NordLocker Recovery Key

Nun siehst du ein schmuckloses Hauptfenster, in dem du zuerst einmal einen “Locker”, also Tresor, anlegen musst.

NordLocker Locker anlegen
Wähle deinen Locker aus.

Dann kannst du die zu verschlüsselnden Dateien in deinen Tresor per Drag & Drop hineinziehen kannst (oder auch per Menü öffnen). Wenn du dir Verschlüsselung langsam und mühsam vorstellst, irrst du. Zumindest im Falle NordLocker: Denn das Ganze klappt schnell und flüssig. Und tatsächlich kinderleicht. Technisches Wissen ist da wirklich nicht vonnöten.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, verschlüsselte Daten auch an andere zu verschicken. Das geht über ein Kontextmenü.

Allerdings funktioniert dieses Teilen nur dann, wenn auch der Empfänger NordLocker User ist. Er erhält ein entsprechendes E-Mail.

Das war es dann aber auch schon an Funktionen. Eben relativ rudimentär. Was aber schon ziemlich abgeht, ist eine Suchfunktion. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Beim kostenlosen Tarif bist du zudem von der Datenmenge recht eingeschränkt. 5 GB sind inkludiert, danach müsstest du auf den Premiumtarif von NordLocker wechseln.

NordLocker Testbericht – unser Fazit:

Das neue Verschlüsselungstool von NordVPN ist eine tolle Sache und bringt die Sicherheit der User auf ein neues Level. NordLocker ist wirklich einfach zu bedienen, die Verschlüsselung klappt schnell und die Dateien lassen sich sowohl lokal als auch in der Cloud speichern. Der Schutz durch mehrfache Verschlüsselungen ist top. Minuspunkte gibt es aber für die fehlende Suchfunktion und die doch recht teure Premiumversion von NordLocker, die kein Datenlimit hat. Mehr zum Anbieter von NordLocker, NordVPN, in unserem NordVPN Testbericht.

Erstellt am:11/01/2019

1 Gedanke zu “NordLocker Testbericht: neues Verschlüsselungstool von NordVPN”

  1. Geschwindigkeit

    9.5

    Privatsphäre

    10

    Funktionsumfang

    9.5

    Kundenservice

    10

    Benutzerfreundlichkeit

    9

    Unter allem gefällt mir die Tatsache, dass es überhaupt eine kostenlose Version gibt, was ist eigentlich nicht der Fall bei manchen anderen Anbieter. Trotzdem habe ich mich schließlich für eine Premiumversion entschieden, weil ich beabsichtige, einen guten Teil der Daten von meiner Festplatte mit sämtlichen Fotos zu übertragen. Was Clouds angeht, beachte ich persönlich besonders darauf, dass solche Anbieter ein 24/7 Kundenservice zur Verfügung stellen würden (ist also selbstverständlich). Da es sich hier um meine wichtigsten Daten handelt, kann ich es mir nicht leisten, den Zugriff auf diese plötzlich zu verlieren falls was schiefgeht. Daher benötige ich zumindest eine tüchtige LiveChat Funktion, was anscheinend bei NordLocker vorhanden ist. Auch bei NordVPN hat diese einwandfrei funktioniert soweit ich mir erinnern kann. Also, insgesamt, scheint dieses Tool vielversprechend zu sein.

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